hebammenbetreuung in schwäbisch hall und Umgebung

Sichere Wochenbettbetreuung in Schwäbisch Hall und Umgebung

Neben meiner regulären Hebammentätigkeit in Stadt und Landkreis Schwäbisch Hall biete ich Frauen und Familien die Möglichkeit besonders intensiv erlebte Situationen sowie offene Fragen rund um ihre Schwangerschaft, Geburt und Familiengründung im geschützten Rahmen meiner Praxis zu besprechen. Belastende Momente für Sie oder Ihr Kind können wir gemeinsam mit Techniken aus der Traumatherapie bearbeiten. Bei übermäßigem Schreien Ihres Kindes oder Schlafproblemen kann ich Sie als zertifizierte Schreiberaterin unterstützen.

Weshalb Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft und nach der Geburt unverzichtbar ist

Einleitung

Die Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt sind entscheidende Phasen im Leben einer Frau. In diesen Perioden ist eine umfassende Betreuung unerlässlich, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Hebammen spielen dabei eine zentrale Rolle. In diesem Artikel beleuchten wir, warum die Hebammenbetreuung so wichtig ist und welche Vorteile sie sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt bietet.

Was ist Hebammenbetreuung?

Hebammenbetreuung umfasst eine breite Palette von Dienstleistungen, die darauf abzielen, werdende Mütter und ihre Familien während der Schwangerschaft, der Geburt und der postnatalen Phase zu unterstützen. Hebammen sind Fachkräfte, die in der Lage sind, Schwangerschaftsvorsorge, Geburtsbegleitung und Nachsorge anzubieten. Sie arbeiten in Krankenhäusern, Geburtshäusern oder bieten Hausbesuche an.

Vorteile der Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft

  1. Individuelle Betreuung: Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Hebammen bieten eine individuell zugeschnittene Betreuung, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der werdenden Mutter abgestimmt ist. Dies fördert das Vertrauen und die Zufriedenheit.
  2. Frühzeitige Erkennung von Risiken: Hebammen sind geschult, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, gesundheitliche Probleme rechtzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
  3. Ganzheitlicher Ansatz: Hebammen betrachten die Schwangerschaft nicht nur aus medizinischer Sicht, sondern berücksichtigen auch psychische und soziale Aspekte. Sie bieten Unterstützung bei emotionalen und psychologischen Herausforderungen, die mit einer Schwangerschaft einhergehen können.
  4. Geburtsvorbereitung: Durch Geburtsvorbereitungskurse und individuelle Beratung bereiten Hebammen die werdenden Eltern auf die Geburt vor. Dies umfasst Informationen über den Geburtsverlauf, Schmerzlinderungstechniken und die ersten Tage mit dem Neugeborenen.

Vorteile der Hebammenbetreuung nach der Geburt

  1. Wochenbettbetreuung für Mutter und Kind: Nach der Geburt besuchen Hebammen die frischgebackenen Mütter und ihre Babys zu Hause. Sie überwachen die Gesundheit von Mutter und Kind, unterstützen beim Stillen und geben wertvolle Tipps zur Pflege des Neugeborenen.
  2. Unterstützung beim Stillen: Hebammen sind Experten für das Stillen und können bei anfänglichen Schwierigkeiten helfen. Sie bieten praktische Tipps und Unterstützung, um das Stillen zu einer positiven Erfahrung zu machen.
  3. Emotionaler Beistand: Die Zeit nach der Geburt kann emotional herausfordernd sein. Hebammen bieten Unterstützung und Beratung, um postpartale Depressionen und andere psychische Probleme zu erkennen und anzugehen.
  4. Praktische Tipps: Hebammen geben praktische Ratschläge zur Säuglingspflege, zur Schlafroutine und zur Ernährung des Neugeborenen. Sie helfen den Eltern, sich in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden und Sicherheit im Umgang mit ihrem Baby zu gewinnen.

Die Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft und nach der Geburt ist von unschätzbarem Wert. Sie bietet nicht nur medizinische Unterstützung, sondern auch emotionale und praktische Hilfe, die für das Wohlbefinden von Mutter und Kind essenziell ist. Durch ihre umfassende Betreuung tragen Hebammen dazu bei, dass Schwangerschaft und Geburt positive und gesunde Erfahrungen für die gesamte Familie werden. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, sich von einer Hebamme betreuen zu lassen. Die Vorteile sind vielfältig und tragen maßgeblich zu einer gesunden und glücklichen Schwangerschaft und Elternschaft bei.

Was macht die Hebamme vor der Geburt?

Eine Hebamme spielt eine wesentliche Rolle in der Betreuung und Unterstützung von Schwangeren vor der Geburt. Hier sind die Hauptaufgaben einer Hebamme in dieser Phase:

1. Schwangerschaftsvorsorge

  • Regelmäßige Untersuchungen: Überwachung des Gesundheitszustands der Mutter und des ungeborenen Kindes. Dazu gehören Blutdruckmessungen, Urin- und Bluttests sowie die Kontrolle des Gewichts und der Größe des Bauches.
  • Ultraschalluntersuchungen: Durchführung oder Organisation von Ultraschalluntersuchungen zur Überwachung der Entwicklung und Lage des Babys.
  • Herztonüberwachung: Kontrolle der kindlichen Herztöne mittels Doppler oder CTG (Kardiotokographie).

2. Beratung und Aufklärung

  • Ernährungsberatung: Empfehlungen zu einer gesunden Ernährung während der Schwangerschaft.
  • Informationen zur Schwangerschaft: Aufklärung über körperliche Veränderungen, mögliche Beschwerden und deren Behandlung.
  • Geburtsvorbereitung: Information über den Geburtsverlauf, mögliche Geburtsmethoden und Schmerzlinderungstechniken.
  • Stillberatung: Erste Informationen und Tipps zum Stillen und zur Ernährung des Neugeborenen.

3. Vorbereitung auf die Geburt

  • Geburtsvorbereitungskurse: Durchführung oder Organisation von Kursen, in denen werdende Eltern auf die Geburt und die erste Zeit mit dem Neugeborenen vorbereitet werden.
  • Atem- und Entspannungstechniken: Vermittlung von Techniken zur Bewältigung von Wehen und zur Entspannung.
  • Besichtigung des Geburtsortes: Organisation von Besichtigungen in Kliniken, Geburtshäusern oder Besprechungen bei Hausgeburten.

4. Psychosoziale Unterstützung

  • Emotionale Unterstützung: Begleitung und Unterstützung bei Ängsten, Sorgen oder psychischen Belastungen.
  • Partnerschaftsberatung: Unterstützung und Beratung für werdende Väter oder Partner.

5. Administrative Aufgaben

  • Dokumentation: Führen von Mutterpass und anderen medizinischen Unterlagen.
  • Organisation von Terminen: Koordination von Vorsorgeterminen und Überweisungen zu Fachärzten oder Kliniken bei Bedarf.

Die Hebamme arbeitet eng mit Gynäkologen, Hausärzten und anderen medizinischen Fachkräften zusammen, um eine umfassende Betreuung der Schwangeren zu gewährleisten. Ziel ist es, eine gesunde Schwangerschaft zu fördern und die werdenden Eltern bestmöglich auf die Geburt und die Zeit danach vorzubereiten.

Was macht die Hebamme nach der Geburt?

Nach der Geburt übernimmt die Hebamme eine Vielzahl von Aufgaben, um sowohl das Wohlbefinden der Mutter als auch des Neugeborenen sicherzustellen. Hier sind einige der wesentlichen Tätigkeiten, die eine Hebamme nach der Geburt durchführt:

  1. Versorgung des Neugeborenen:
    • Erstversorgung: Überprüfen der Atmung, Hautfarbe und allgemeinen Vitalzeichen des Babys.
    • APGAR-Score: Bewerten des Zustands des Neugeborenen in den ersten Minuten nach der Geburt anhand von Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen und Reaktion auf Reize.
    • Gewicht und Maße: Messen und Wiegen des Babys.
    • Nabelschnurpflege: Durchtrennen und Versorgen der Nabelschnur.
    • Erste Untersuchungen: Durchführen der ersten körperlichen Untersuchungen und Verabreichung von Vitamin K zur Blutgerinnungsunterstützung.
  2. Betreuung der Mutter:
    • Überwachung: Überprüfen der Vitalzeichen der Mutter, wie Blutdruck, Puls und Temperatur.
    • Versorgung von Geburtsverletzungen: Nähen von Dammrissen oder -schnitten und Versorgung anderer Geburtsverletzungen.
    • Blutungsmanagement: Überwachen und Managen des Blutverlustes nach der Geburt, um postpartale Blutungen zu verhindern.
    • Unterstützung beim ersten Stillen: Hilfe beim Anlegen des Babys an die Brust und Tipps zur Stillposition.
  3. Emotionaler Support:
    • Gespräch und Unterstützung: Emotionale Unterstützung und Beratung der Mutter, insbesondere bei Fragen und Unsicherheiten.
    • Förderung der Bindung: Unterstützung der Mutter-Baby-Bindung, indem sie Hautkontakt und frühes Bonding fördert.
  4. Wochenbettbetreuung und Beratung:
    • Wochenbettvisiten: Planung und Durchführung von Wochenbettvisiten in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt. Diese Besuche beinhalten die Überwachung der Heilung der Mutter, die Entwicklung des Babys und die Unterstützung beim Stillen.
    • Beratung und Information: Geben von Ratschlägen zur Pflege des Neugeborenen, Stillproblemen, Ernährung und allgemeinem Wohlbefinden.

Die Hebamme spielt eine zentrale Rolle in der postpartalen Phase, indem sie medizinische, emotionale und praktische Unterstützung bietet, um den Übergang zur Mutterschaft so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Pflege und Handling eines Neugeborenen

Die Pflege und Betreuung eines Neugeborenen kann eine herausfordernde, aber auch äußerst lohnende Aufgabe sein. Hier sind einige grundlegende Tipps zur Handhabung und Pflege eines Neugeborenen:

1. Ernährung

  • Stillen: Muttermilch ist die beste Nahrung für Neugeborene. Sie enthält alle notwendigen Nährstoffe und Antikörper, die das Immunsystem des Babys stärken. Stillen sollte nach Bedarf erfolgen, normalerweise alle 2-3 Stunden.
  • Flaschenernährung: Wenn das Stillen nicht möglich ist, kann Säuglingsnahrung verwendet werden. Halten Sie sich genau an die Zubereitungsvorgaben auf der Verpackung.

2. Schlaf

  • Schlafposition: Legen Sie Ihr Baby immer auf den Rücken zum Schlafen, um das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) zu reduzieren.
  • Schlafumgebung: Die Schlafumgebung sollte sicher sein, ohne weiche Kissen, Decken oder Kuscheltiere, die das Gesicht des Babys bedecken könnten.

3. Windelwechsel

  • Häufigkeit: Windeln sollten regelmäßig gewechselt werden, etwa alle 2-3 Stunden oder sobald sie nass oder verschmutzt sind.
  • Reinigung: Reinigen Sie den Windelbereich gründlich mit warmem Wasser und einem weichen Tuch oder Feuchttüchern. Lassen Sie die Haut an der Luft trocknen, bevor Sie eine neue Windel anlegen.

4. Baden

  • Häufigkeit: Neugeborene müssen nicht täglich gebadet werden. Zwei- bis dreimal pro Woche ist ausreichend.
  • Sicherheit: Verwenden Sie eine spezielle Babybadewanne oder eine weiche Unterlage in der großen Badewanne. Halten Sie Ihr Baby während des Bades stets mit einer Hand fest.

5. Nabelpflege

  • Trocknung: Der Nabelstumpf sollte sauber und trocken gehalten werden. Wickeln Sie die Windel so, dass sie den Nabelstumpf nicht bedeckt, um Reibung zu vermeiden.
  • Abheilung: Der Nabelstumpf fällt normalerweise innerhalb von 1-2 Wochen ab. Falls sich Rötungen, Schwellungen oder Eiter entwickeln, konsultieren Sie einen Arzt.

6. Körperpflege

  • Hautpflege: Verwenden Sie milde, unparfümierte Produkte für die Hautpflege. Vermeiden Sie aggressive Seifen und Lotionen.
  • Nägel schneiden: Babys Nägel wachsen schnell und sollten regelmäßig mit einer speziellen Babynagelschere gekürzt werden, um Kratzer zu vermeiden.

7. Anziehen

  • Kleidung: Kleiden Sie Ihr Baby entsprechend der Raumtemperatur. Eine Faustregel ist, das Baby mit einer Schicht mehr als Sie selbst zu bekleiden.
  • Schichten: Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke Schicht, da sie leichter angepasst werden können.

8. Bonding und Beruhigung

  • Körperkontakt: Haut-zu-Haut-Kontakt ist sehr wichtig für die Bindung und das Wohlbefinden des Babys.
  • Beruhigung: Schaukeln, sanftes Wiegen, leises Singen oder Sprechen können helfen, ein weinendes Baby zu beruhigen.

9. Sicherheit

  • Richtige Handhabung: Halten Sie den Kopf und den Nacken des Babys immer gut gestützt.
  • Rauchfreie Umgebung: Vermeiden Sie Rauchen in der Nähe des Babys, um Atemwegserkrankungen zu verhindern.

10. Regelmäßige Arztbesuche

  • Kontrollen: Regelmäßige Untersuchungen beim Kinderarzt sind wichtig, um das Wachstum und die Entwicklung des Babys zu überwachen und Impfungen durchzuführen.

Die Pflege eines Neugeborenen erfordert viel Aufmerksamkeit und Geduld. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn nicht alles sofort klappt. Es ist normal, Fragen zu haben und sich Unterstützung zu suchen, wenn Sie sie brauchen.

Richtig wickeln

Das Wickeln eines Neugeborenen kann anfangs eine Herausforderung sein, aber mit etwas Übung wird es schnell zur Routine. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtigen Wickeln eines Neugeborenen:

Was Sie benötigen:

  • Eine saubere Windel
  • Feuchttücher oder ein weiches Tuch und warmes Wasser
  • Eine saubere Unterlage oder Wickeltisch
  • Windelcreme (falls erforderlich)
  • Ein Mülleimer für gebrauchte Windeln

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Vorbereitung

  • Hände waschen: Waschen Sie sich gründlich die Hände, bevor Sie beginnen.
  • Materialien bereitstellen: Legen Sie alles, was Sie benötigen, in Reichweite auf den Wickeltisch oder die Unterlage.

2. Baby sicher platzieren

  • Unterlage verwenden: Legen Sie das Baby vorsichtig auf die Wickelunterlage oder den Wickeltisch. Achten Sie darauf, dass es sicher und stabil liegt.
  • Sicherheit beachten: Lassen Sie das Baby niemals unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch.

3. Alte Windel entfernen

  • Windel öffnen: Öffnen Sie die Klettverschlüsse oder Klebestreifen der verschmutzten Windel.
  • Reinigung: Heben Sie den Po des Babys vorsichtig an, indem Sie seine Beine und Füße halten, und entfernen Sie die verschmutzte Windel. Falls notwendig, können Sie die Vorderseite der alten Windel verwenden, um grobe Verschmutzungen abzuwischen.
  • Feuchttücher verwenden: Reinigen Sie den Windelbereich gründlich mit Feuchttüchern oder einem weichen Tuch und warmem Wasser. Achten Sie darauf, in den Hautfalten sauber zu wischen, insbesondere bei Mädchen von vorne nach hinten wischen, um Infektionen zu vermeiden.

4. Neue Windel anlegen

  • Neue Windel unterlegen: Legen Sie die saubere Windel unter den Po des Babys. Die bunt bedruckte Seite ist normalerweise die Vorderseite.
  • Creme auftragen: Falls erforderlich, tragen Sie eine Windelcreme auf, um Hautreizungen zu vermeiden.
  • Verschließen: Falten Sie die Vorderseite der Windel über den Bauch des Babys und befestigen Sie die Klettverschlüsse oder Klebestreifen symmetrisch auf beiden Seiten. Achten Sie darauf, dass die Windel nicht zu eng ist, aber auch nicht zu locker sitzt.

5. Abschluss

  • Kleidung anpassen: Ziehen Sie das Baby wieder an.
  • Hände waschen: Waschen Sie sich nach dem Wickeln wieder gründlich die Hände.
  • Entsorgung: Entsorgen Sie die verschmutzte Windel in einem geeigneten Mülleimer.

Tipps und Hinweise:

  • Regelmäßiger Wechsel: Wechseln Sie die Windel alle 2-3 Stunden oder sobald sie nass oder verschmutzt ist, um Hautreizungen zu vermeiden.
  • Windelgröße: Achten Sie darauf, die richtige Windelgröße für das Gewicht und die Größe Ihres Babys zu verwenden.
  • Nabelpflege: Bei Neugeborenen, deren Nabelstumpf noch nicht abgefallen ist, sollte die Windel unter dem Nabelbereich gefaltet werden, um Reibung zu vermeiden und die Heilung zu fördern.
  • Ablenkung: Wenn Ihr Baby unruhig ist, können Sie es mit einem Spielzeug oder Singen ablenken, während Sie die Windel wechseln.

Mit ein wenig Übung wird das Wickeln schnell zur Routine, und sowohl Sie als auch Ihr Baby werden sich dabei wohler fühlen.

Wehwehchen bei Neugeborenen

Neugeborene können eine Vielzahl kleinerer Beschwerden oder “Wehwehchen” haben, die oft normal und vorübergehend sind. Hier sind einige häufige Probleme und Tipps, wie man damit umgeht:

1. Koliken

  • Symptome: Anhaltendes Weinen, das oft am späten Nachmittag oder Abend beginnt und mehrere Stunden andauern kann. Das Baby zieht die Beine an, ballt die Fäuste und wirkt untröstlich.
  • Behandlung: Halten Sie das Baby aufrecht, massieren Sie sanft den Bauch, versuchen Sie, es zu beruhigen, und bieten Sie einen Schnuller an. Bauchlage auf dem Unterarm oder sanftes Schaukeln können ebenfalls helfen.

2. Blähungen

  • Symptome: Unruhe, Blähungen und sichtbare Bauchschmerzen.
  • Behandlung: Sanftes Massieren des Bauches im Uhrzeigersinn, Fahrradbewegungen mit den Beinen des Babys und Aufstoßen nach den Mahlzeiten können helfen. Vermeiden Sie blähende Lebensmittel in der Ernährung der stillenden Mutter.

3. Windeldermatitis (Windelausschlag)

  • Symptome: Rötung und Reizung im Windelbereich.
  • Behandlung: Halten Sie den Windelbereich sauber und trocken, wechseln Sie die Windel häufig, verwenden Sie eine schützende Creme (z.B. mit Zinkoxid) und lassen Sie das Baby so oft wie möglich ohne Windel strampeln.

4. Milchschorf (Seborrhoische Dermatitis)

  • Symptome: Gelbliche, schuppige Stellen auf der Kopfhaut des Babys.
  • Behandlung: Waschen Sie die Kopfhaut mit mildem Babyshampoo und verwenden Sie eine weiche Bürste, um die Schuppen sanft zu entfernen. In hartnäckigen Fällen kann eine ölbasierte Lotion helfen.

5. Hitzepickel (Miliaria)

  • Symptome: Kleine rote oder klare Bläschen auf der Haut, oft in Hautfalten oder an Stellen, die schwitzen.
  • Behandlung: Halten Sie das Baby kühl und trocken, kleiden Sie es in lockerer, atmungsaktiver Kleidung und vermeiden Sie Überhitzung.

6. Verstopfung

  • Symptome: Seltene, harte und schmerzhafte Stuhlgänge.
  • Behandlung: Geben Sie dem Baby ausreichend Flüssigkeit (bei gestillten Babys oft nicht nötig) und massieren Sie den Bauch sanft. In einigen Fällen kann es helfen, die Beine des Babys in einer radfahrenden Bewegung zu bewegen.

7. Schnupfen

  • Symptome: Verstopfte oder laufende Nase, Niesen.
  • Behandlung: Verwenden Sie eine Nasensauger und Kochsalzlösung, um die Nase des Babys zu reinigen. Sorgen Sie für eine erhöhte Schlafposition, indem Sie die Matratze leicht anheben.

8. Nabelgranulom

  • Symptome: Nach dem Abfallen des Nabelstumpfs bleibt eine kleine rote oder feuchte Stelle zurück.
  • Behandlung: Lassen Sie den Nabelbereich sauber und trocken. In einigen Fällen kann der Arzt eine Silbernitratbehandlung empfehlen.

9. Gelbsucht (Neugeborenenikterus)

  • Symptome: Gelbfärbung der Haut und Augen.
  • Behandlung: Leichte Fälle erfordern oft keine Behandlung und bessern sich von selbst. In schwereren Fällen kann Phototherapie (Lichttherapie) notwendig sein. Stillen Sie häufig, um den Bilirubinspiegel zu senken.

10. Ausschlag (Neugeborenenexanthem)

  • Symptome: Kleine rote Flecken oder Pusteln auf der Haut.
  • Behandlung: Dieser Ausschlag verschwindet normalerweise von selbst innerhalb weniger Wochen. Halten Sie die Haut sauber und trocken, und verwenden Sie milde Hautpflegeprodukte.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie sich Sorgen um das Wohlbefinden Ihres Babys machen oder eines der folgenden Symptome bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Fieber über 38 °C
  • Anhaltendes, untröstliches Weinen
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Anzeichen von Dehydrierung (wenig Urin, trockener Mund)
  • Erbrechen oder Durchfall, das länger als einen Tag anhält
  • Auffällige Veränderungen im Verhalten oder in den Bewegungen

Es ist normal, dass Neugeborene kleinere Beschwerden haben. Mit Geduld und Sorgfalt können die meisten dieser Wehwehchen gut behandelt werden.

Als Ihre Hebamme stehe ich Ihnen bei all diesen neuen Eindrücken und Erlebnissen mit meinem Fachwissen und meiner Erfahrung zur Seite. Ich bin für Sie erreichbar und werde bei meinen Hausbesuchen spezielle Tätigkeiten gemeinsam mit Ihnen einüben.

Ihre Swanhild Pierobon

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